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  Geschichte
Die weiße Frau der Burgen

In den alten Erdburgen unserer Heimat wohnt die weiße Frau, so in der Bagenburg bei Altwallmoden und in der Grenzlerburg bei Salzgitter. Auch in der Kukeriulenburg (Burgberg) bei Gielde soll sie ihren Wohnsitz gehabt haben. Doch weiß man von dieser Frau heute nicht mehr als die Tatsache, dass sie früher in dem Burgberg gehaust habe.Ob sie aber noch dort ist, kann niemand sagen, sie hat sich seit langem nicht mehr sehen lassen. Die weiße Frau brachte nicht der Heilebart (Storch) in die Wiege einer Menschenmutter, ihr schrie kein Totenvogel (Käuzchen oder Steinkauz), und kein Rotkehlchen sammelte ihr Zweiglein und Blätter zum Totenkranz. Sie ist da und wird da sein, wie der Hassjäger unserer Bergwälder zeitlos ist. Die weiße Frau ist ohne Schuld und Fehle. Sie kennt kein Jammern und Klagen, kein Bitten und Betteln. Sie ist und bleibt die Herrin, die Dienste fordert und Dienste lohnt. Sie kennt nur eines: die Sehnsucht nach Erlösung! Erlösung aber ist ihr neues Leben, neues Wirken.